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Auszeichnung für Forschungsarbeiten an Kunststoff-Metall-Mischverbindungen

Dr. Klaus Schricker, wissenschaftlicher Mitarbeiter am Fachgebiet Fertigungstechnik der TU Ilmenau, ist mit dem Henry-Granjon-Preis ausgezeichnet worden.

Fachgebietsleiter Professor Dr.-Ing. habil. Jean Pierre Bergmann (links) mit Preisträger Dr.-Ing. Klaus Schricker. Foto: TU Ilmenau

Der wichtigste Nachwuchspreis im Bereich der Fügetechnik wird jährlich vom International Institute of Welding (IIW) in vier Kategorien vergeben. Dr. Schricker wurde für seinen Beitrag „Effect of Thermoplastic Morphology on Mechanical Properties in Laser-Assisted Joining of Polyamide 6 with Aluminum“ (deutsch: „Einfluss der thermoplastischen Morphologie auf die mechanischen Eigenschaften beim laserbasierten Fügen von Polyamid 6 mit Aluminium“) in der Kategorie „Materials Behaviour and Weldability“ (deutsch: Werkstoffverhalten und Schweißeignung) ausgezeichnet.

Dr. Schricker beleuchtet in seinem Beitrag das Zusammenspiel von Prozessführung, Werkstoffverhalten und resultierenden mechanischen Verbundeigenschaften für das laserbasierte Fügen von Kunststoff-Metall-Mischverbindungen. Das untersuchte Verfahren erlaubt ein direktes Fügen von Kunststoffen mit Metallen unter vollständigem Verzicht auf Klebstoffe und mechanische Fügeelemente. Die Technologie bietet deshalb große Potenziale für die industrielle Fertigung hybrider Materialkombinationen aus Kunststoff und Metall, die aufgrund des Leichtbaus, des steigenden Bedarfs an ressourceneffizienten Fertigungsverfahren sowie der Möglichkeit des Recyclings zunehmend an Bedeutung gewinnt.

Maßgeblicher Beitrag für den industriellen Einsatz

Dr. Schricker führte die Untersuchungen im Rahmen seiner Dissertation „Charakterisierung der Fügezone von laserbasiert gefügten Hybridverbunden aus teilkristallinen thermoplastischen Kunststoffen und Metallen“ am Fachgebiet Fertigungstechnik unter der Betreuung von Fachgebietsleiter Professor Dr. Jean Pierre Bergmann durch: „Die Verleihung des Preises verdeutlicht die Bedeutung der Arbeiten von Klaus Schricker und der TU Ilmenau auf diesem Feld. Durch die Entwicklung des Verfahrens von den Grundlagen bis zu anwendungsrelevanten Fragestellungen leistet Dr. Schricker einen maßgeblichen Beitrag für einen industriellen Einsatz des Verfahrens“, so Prof. Bergmann.

Das Fachgebiet Fertigungstechnik der TU Ilmenau ist seit mehr als 60 Jahren in Forschung und Lehre aktiv. In dieser Zeit haben die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler des Fachgebietes den Wandel in der Produktion aktiv mitgestaltet. Die heutigen Schwerpunkte des Fachgebietes liegen im Pressschweißen, der Lasermaterialbearbeitung, der Lichtbogentechnik, der additiven Fertigung sowie der Zerspanung. Der Forschungsschwerpunkt liegt dabei auf werkstoff- und prozesstechnischen Untersuchungen von Metallen, metallischen Mischverbindungen, Hybridverbunden und Kunststoffen.