EN
DE

Für die Entwicklung einer lebendigen Gründungskultur gibt es jetzt ein festes Domizil

Landrätin Petra Enders stattete am 7. Juli 2020 dem „Ilmkubator“, einer noch ganz jungen Gründungsinitiative der TU Ilmenau, einen Besuch ab.

Dr. Dörte Gerhardt (v.l.), Leiterin des Referats Forschungsservice und Technologietransfer der TU Ilmenau Ute Bönisch, Wirtschaftsförderung Ilm-Kreis und Landrätin Petra Enders beim Besuch des „Ilmkubators“. Foto: wr

Die jetzige „Besatzung“ des Ilmkubators: Franziska Dettke (l.), Dr. Dörte Gerhardt (2.v.l.), Leiterin des Referats Forschungsservice und Technologietransfer der TU Ilmenau, Lars Mackel (2.v.r.) und Laura Martin (r.). Foto: wr

Im ehemaligen Direktionsgebäude der Ilmenauer Fischerhütte ist der Ilmkubator ansässig. Das Gebäude, das früher verschiedene Firmen beherbergte, darunter auch eine Tochtergesellschaft der Treuhand Liegenschaftsgesellschaft, verfügt über eine hervorragende Grundausstattung für Büros und Konferenzräume, musste freilich für die neue Nutzung entsprechend „aufgerüstet“ werden. In diesem ansprechenden Ambiente empfingen Dr. Dörte Gerhardt, Leiterin des Referats Forschungsservice und Technologietransfer der TU Ilmenau, sowie die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Ilmkubators Landrätin Petra Enders, Ilm-Kreis-Pressesprecherin Doreen Huth und Ute Bönisch, Wirtschaftsförderung Ilm-Kreis. Die Landrätin zeigte großes Interesse an diesem neuen Gründerservice der TU Ilmenau, hatte sie doch selbst 2015 eine Gründerstudie für den Ilm-Kreis initiiert, um Gründungen in der Region besser fördern zu können.

Vier von sechs Stellen bereits besetzt

So ist der Ilmkubator auch ein Ergebnis dieser Studie, aber vor allem des Wettbewerbs „EXIST-Potentiale“ des Bundeswirtschaftsministeriums, in dem die TU Ilmenau unter 220 Hochschulen als einer der Sieger hervorgegangen ist. In diesem Rahmen wird das Projekt mit 1,6 Millionen Euro für vier Jahre gefördert. So sind sechs Stellen geplant, von denen mit Jan Radicke, Laura Martin, Lars Mackel und Franziska Dettke bereits vier besetzt sind. Im April 2020 konnten die Räume im Direktionsgebäude bezogen werden. Wenig später startete die Ausschreibung für die erste Ilmkubator Class, in der sich ab August 2020 bis Januar 2021 drei bis vier Gründerteams für Gründungen fit machen können. Dabei geht es um die Ausbildung von unternehmerischem Denken und Handeln und die Förderung von vorrangig technologieorientierten Gründungen. Hier werden jetzt auch verschiedene, auf dem Campus verteilte Gründerförderungen, zusammengeführt.

Mit Workshops, Weiterbildungs- und Vernetzungsveranstaltungen, mit Netzwerkbildung sowie Hilfestellung bei unterschiedlichen Anträgen soll die Entwicklung einer lebendigen Gründungskultur vorangetrieben, bestehende Projekte gezielt weiterentwickelt und der Standort für Gründungen insgesamt gestärkt werden. Dörte Gerhardt betonte, dass der Ausbau des Ilmkubators noch fortgeführt wird. Unter anderem werden im Dachgeschoss Räume vorbereitet, in denen junge Gründer ihre ersten Schritte ausprobieren können, und in einem Nachbargebäude könnten eventuell Räumlichkeiten für Coworking entstehen, in denen Gründer ihre ersten Ideen verwirklichen. Die Referatsleiterin unterstrich auch, dass sich die Angebote des Ilmkubators nicht nur an Studenten wenden, sondern auch an Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Universität. Dörte Gerhardt: „Wir arbeiten sehr eng mit dem Technologie- und Gründerzentrum Ilmenau (TGZ) zusammen. Wer bei uns die nötige Fitness zur Gründung erworben hat, findet im TGZ geeignete Gewerberäume und kann bei der Finanzierung unterstützt werden.“

Landrätin Petra Enders: „Ganz hervorragendes Projekt“

Landrätin Petra Enders bezeichnete den „Ilmkubator“ als „ganz hervorragendes Projekt“. Sie verwies auf die Gründerstudie des Ilm-Kreises, in der festgestellt wurde, dass ein kontinuierliches Gründungsgeschehen nur dann erfolgreich in Gang kommt, wenn dieses permanent gefördert wird und „Leute da sind, die sich kümmern“. Genau das werde jetzt mit dem Ilmkubator umgesetzt. Die Landrätin hob auch hervor: „Die Technologieregion des Ilm-Kreises ist aus vielen klugen Ausgründungen der TU Ilmenau erwachsen. Für die wirtschaftliche Zukunft des Landkreises ist es wichtig, dass dies fortgeführt wird. Dafür ist es entscheidend, dass das Projekt nach dem Ende der Förderung verstetigt wird.“ Bei einem Rundgang durch die Räumlichkeiten überzeugte sich die Landrätin von der guten Ausstattung des Ilmkubators, aber auch von den in dieser Hinsicht noch zu erledigenden Aufgaben. So fügte sin hinzu: „Der Standort Fischerhütte ist ideal gewählt, ganz in der Nähe zur TU Ilmenau und zum Technologie- und Gründerzentrum.“