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Landrätin: „Wie baut man Zukunft auf? Indem man in Kinder und in ihre Bildung investiert!“

Landrätin Petra Enders besuchte drei Schulen im nördlichen Ilm-Kreis, an denen während der Sommerferien Baumaßnahmen durchgeführt wurden.

Das ehemalige Neideck-Gymnasium am Arnstädter Schlossplatz wird künftig den neuen Namen „Schule am Schloss Neideck“ tragen und die jetzige Regelschule „Ludwig-Bechstein“ beherbergen. Foto: wr

Die Tour begann am Schlossplatz in Arnstadt. Das ehemalige Neideck-Gymnasium soll zukünftig die jetzige Regelschule „Ludwig-Bechstein“ unter dem neuen Namen „Schule am Schloss Neideck“ beherbergen. Eine Kernsanierung muss durchgeführt werden, bevor dieses geschichtsträchtige Haus wieder hergerichtet und genutzt werden kann. Der Ilm-Kreis investiert gut fünf Millionen Euro in die Sanierung. Das Land fördert die Maßnahme mit knapp 3,5 Millionen Euro. 

Seit April 2019 wird gebaut, ein Sicherheitstreppenhaus und der Aufzugsschacht für einen behindertengerechten Zugang zu allen Etagen sind eingebaut, Abwasserleitungen sowie Hausanschlüsse wurden neu verlegt. Die Rohbauarbeiten im Kellergeschoss sowie die neuen Rohfußböden sind fertiggestellt.

Neideck – moderner Schulstandort für Arnstadt

Die historischen Fenster und Türen wurden ausgebaut und auf das Gelände der beauftragten Firma gebracht, wo sie derzeit restauriert werden. Die historischen Fenster der Aula werden zurzeit sukzessive ausgebaut und vor Ort restauriert, oberflächenbeschichtet und wieder eingebaut. Aktuell erfolgt die Rohinstallation für Elektro, Heizung, Sanitär und Lüftung im gesamten Gebäude. Die Malerarbeiten für die denkmalgeschützten Wandflächen in den Fluren und der Aula, welche während der umfangreichen Abbrucharbeiten freigelegt wurden, sollen dieses Jahr noch ausgeschrieben und vergeben werden. Nicht nur das Schulgebäude wird saniert, sondern auch die dazugehörigen Außenanlagen. Hierzu wird derzeit die Planung erstellt. Die Bauarbeiten sollen nach derzeitigem Zeitplan bis zum Schuljahresbeginn 2021/2022 abgeschlossen sein.Landrätin Petra Enders: „Damit schaffen wir einen modernen Schulstandort.“ 

Zweite Station war das Gymnasium Melissantes in Arnstadt. In den letzten Jahren wurden bereits ein einem ersten Bauabschnitt im linken Gebäudeteil die Sanitäranlagen im Erdgeschoss und ersten Obergeschoss komplett erneuert. Im Oktober 2019 erfolgten dann im zweiten Bauabschnitt die Abbrucharbeiten der Sanitäranlagen im Erd- und ersten Obergeschoss im rechten Gebäudeteil der Schule, welche Ende Mai dieses Jahres abgeschlossen wurden. Seit Juni werden die Sanitäranlagen wiederaufgebaut. Die erforderlichen Trockenbauwände sind bereits hergestellt. Derzeit werden die neuen Sanitärinstallationen eingebaut. Bis zur Fertigstellung Ende Dezember sind unter anderem noch Putzarbeiten, Fliesen zu verlegen, Malerarbeiten und die Installation der Elektro durchzuführen. Die Baukosten für den zweiten Bauabschnitt belaufen sich auf etwa 500.000 Euro.

Umfangreiche Arbeiten an der Grund- und Regelschule Ichtershausen

Letzte Station des Tages war die Grund- und Regelschule Ichtershausen. Im letzten Jahr wurden bereits in einem ersten Bauabschnitt in sieben Unterrichtsräumen im zweiten Obergeschoss die Elektroinstallation einschließlich der Leuchten erneuert. Dabei wurden in diesen Bereichen die Decke unter Berücksichtigung des Brandschutzes als Schallschutzdecken ertüchtigt. Diese Arbeiten werden in diesen Sommerferien in weiteren Schulbereichen fortgesetzt. In einem zweiten Bauabschnitt wird die Decke in einem weiteren Klassenraum und im Treppenhaus des zweiten Obergeschosses brandschutzmäßig ausgebaut. Hierfür sind Zimmerarbeiten, Trockenbau und Malerarbeiten notwendig. Ebenfalls wird die Elektroinstallation in diesen Bereichen erneuert. Der Landkreis investiert etwa 200.000 Euro.

Derzeit wurden die Arbeiten vorrangig im Bereich des Treppenhauses durchgeführt, um einen Zugang zur Aula für die Schuleinführung bei schlechten Wetter zu gewährleisten. Parallel haben aber auch die Arbeiten im Klassenraum begonnen. Die notwendigen Zimmerarbeiten einschließlich dem Ausbau der alten Dämmung sind erfolgt. Die erforderliche Verstärkung der Dachbinder gemäß Statik ist ebenfalls fertiggestellt. Derzeit erfolgt der Einbau der Decke, wobei die erste Lage der Deckenkonstruktion (Brandschutzdecke) bereits montiert ist. Vor Einbau der Akustikdecke werden zurzeit Arbeiten zur Elektroinstallation durchgeführt. Weiterhin ist es geplant die Aula komplett zu sanieren. Hierzu wird ebenfalls die Decke einschließlich der Elektroinstallation erneuert. Zusätzlich werden die alten Holzfenster und der Bodenbelag erneuert.