EN
DE

Ilm-Kreis an der Spitze, doch nur Landkreis Gotha mit Umsatzplus zum Vorjahreszeitraum

Der Umsatz der Thüringer Industrie im 1. Halbjahr 2020 sank gegenüber dem 1. Halbjahr des Vorjahres um 12,1 Prozent, im Ilm-Kreis um 6,6 Prozent.

Die Unternehmen im Ilm-Kreis erklommen im 1. Halbjahr 2020 wieder die Thüringer Umsatzspitze und legten beim Expot zu, doch gegenüber dem Vorjahreszeitraum ging der Gesamtumsatz um 6,6 Prozent zurück. Foto: wr

Trotz gesunkenen Umsatzes gegenüber dem zu vergleichenden Vorjahreszeitraum, so teilt das Thüringer Landesamt für Statistik mit, war der Thüringer Umsatzspitzenreiter im 1. Halbjahr 2020 wieder der Ilm-Kreis mit 1,5 Milliarden Euro Umsatz. Auch der Landkreis Gotha konnte mit 1,46 Milliarden Euro und der Wartburgkreis mit 1,1 Milliarden Euro über einen Umsatz über einer Milliarde Euro erzielen. Der Landkreis Gotha hatte im Vergleich zum 1. Halbjahr 2019 als einzige Region einen Umsatzzuwachs von 9,3 Prozent. Die Verluste aller anderen Landkreise und kreisfreien Städte reichen von minus 0,7 Prozent im Saale-Holzland-Kreis bis zu minus 33,7 Prozent in der kreisfreien Stadt Suhl. Der Ilm-Kreis verzeichnete als Umsatzspitzenreiter zum Vorjahreszeitraum einen Umsatzrückgang von 6,6 Prozent beziehungsweise 107 Millionen Euro.

Ilm-Kreis konnte beim Export zulegen

Insgesamt sank der Umsatz der Thüringer Industriebetriebe mit 50 und mehr Beschäftigten nach vorläufigen Angaben des Thüringer Landesamts für Statistik von Januar bis Juni 2020 (bei einem Arbeitstag mehr) gegenüber dem vergleichbaren Vorjahreszeitraum um 12,1 Prozent. Der Auslandsumsatz der Thüringer Industrie verringerte sich gegenüber dem Vorjahr um rund 700 Millionen Euro von sechs auf 5,3 Milliarden Euro. Die Höhe der Ausfuhren konnte nur in der kreisfreien Stadt Jena ( plus 46 Millionen Euro beziehungsweise plus 6,7 Prozent) und im Ilm-Kreis (plus 15 Millionen Euro beziehungsweise plus 2,1 Prozent) gesteigert werden. In allen anderen Regionen ging die Exporttätigkeit zurück.

Im Monatsdurchschnitt waren von Januar bis Juni 2020 in den Thüringer Industriebetrieben 145.000 Personen tätig, 4.321 Personen weniger als in den ersten sechs Monaten 2019 ( minus 2,9 Prozent). Dennoch verzeichneten auch bei den Industriebeschäftigten drei Landkreise und zwei kreisfreie Städte im

Vergleich zum Vorjahreszeitraum einen Zuwachs. Spitzenreiter war die Stadt Jena mit 4,9 Prozent (plus 371 Personen). Es folgten die Stadt Weimar mit 2,1 Prozent (plus 27 Personen) sowie die Landkreise Weimarer Land mit einem Anstieg um 0,9 Prozent (plus 36 Personen), der Ilm-Kreis um 0,8 Prozent (plus 77 Personen) und der Kreis Greiz um 0,7 Prozent (plus 37 Personen). Den höchsten nominalen Rückgang an Arbeitsplätzen verzeichnete der Landkreis Schmalkalden-Meiningen mit 1.034 Personen beziehungsweise minus 9,8 Prozent, den höchsten relativen Beschäftigtenrückgang die Stadt Suhl mit minus 14,2 Prozent (minus 244 Personen).