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Gothaer Stadtbibliothek wird mit neuem Schülerforschungszentrum zum zentralen Bildungsort

Der Unternehmer Dr. Andreas Karguth entwickelte das Konzept der RoboThek für das ab Anfang 2021 arbeitsfähige Schülerforschungszentrum Gotha.

Im neuen Schülerforschungszentrum Gotha wird Robotik eine wichtige Rolle spielen. Foto: wr

Am 11. November 2020 unterzeichneten Dr. Sven Günther, Vorstand der Stiftung für  Technologie, Innovation und Forschung Thüringen (STIFT) und Knut Kreuch,  Oberbürgermeister der Stadt Gotha, den Kooperationsvertrag für das zehnte Schülerforschungszentrum in Thüringen: Ab Anfang 2021 wird das Schülerforschungszentrum Gotha in der Stadtbibliothek Gotha interessierten Schülerinnen und Schülern mit vielfältigen Angeboten im Themenbereich Technik und Robotik zur Verfügung stehen.

Schlüsselthema „Robotik“ im Schülerforschungszentrum

Die Gothaer Stadtbibliothek, die 2019 mit dem Thüringer Bibliothekspreis ausgezeichnet und 2020 vom Deutschen Bibliotheksverband und der Deutschen Telekom Stiftung zur „Bibliothek des Jahres in kleinen Kommunen und Regionen“ ernannt wurde, baut ihre Funktion als zentraler Bildungsort damit weiter aus. Nicole Strohrmann, Leiterin der Bibliothek, sagt dazu: „Mit dem Schlüsselthema ‚Robotik‘ greift das Schülerforschungszentrum die schon lange bestehende Idee der Bibliothek auf, eine eigene ‚RoboThek‘ für Schülerinnen und Schüler anzubieten. Entwickelt wurde das Konzept der RoboThek von Dr. Andreas Karguth, Ingenieur und Robotik-Spezialist. Wir freuen uns auf die Zusammenarbeit mit der STIFT und die Möglichkeiten, die für unsere Nutzerinnen und Nutzer entstehen.“

Im Rahmen von Workshops, AGs und Projekten können Schülerinnen und Schüler ab der dritten Klasse im Schülerforschungszentrum Gotha künftig MINT (Mathematik, Informatik, Naturwissenschaft und Technik) praktisch erleben: „Wir werden eigene Roboter entwickeln, aufbauen und programmieren, mit CAD-Programmen Einzelteile entwerfen und dann produzieren, wir werden forschen und experimentieren“, freut sich Dr. Nataliya Vorbringer-Dorozhovets, künftige Leiterin des SFZ Gotha.

Angebote der RoboThek auch für Schulen der Stadt und des Landkreises

Die Angebote der RoboThek werden auch in Schulen und anderen (Bildungs-)räumen der Stadt und den anliegenden Landkreisen stattfinden: Schülerinnen und Schüler können hier an Workshops, AGs und Forscherclubs in den Bereichen Robotik, Informatik, Sensorik, Messtechnik, Konstruktion und Messdatenverarbeitung sowie allgemein im MINT Bereich teilnehmen. Sie erhalten Unterstützung bei naturwissenschaftlichen Forschungsprojekten und kompetente Betreuung bei der Erstellung von Seminarfacharbeiten. Nicht zuletzt unterstützt das Schülerforschungszentrum Gotha Schülerinnen und Schüler bei der Vorbereitung und der Teilnahme an Wettbewerben wie zum Beispiel „Jugend forscht“.

Für Schulen in Westthüringen bietet das Schülerforschungszentrum Gotha Unterstützung bei der Betreuung von Veranstaltungen sowie der Organisation von Projekttagen und Exkursionen. STIFT-Vorstand Dr. Sven Günther erläutert: „Das Schülerforschungszentrum Gotha ist gemeinsam mit den etablierten Schülerforschungszentren in Ilmenau und Waltershausen Kern der MINT-Region ‚Jungforscher Westthüringen West‘ deren weitere Stärkung unser Ziel ist.“

Hintergrund

Schülerforschungszentren sind außerschulische Lernorte für Schülerinnen und Schüler aller Schularten im Alter von 10 bis 18 Jahren, an denen bedarfsgerechte Angebote in den Bereichen Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik (MINT) entwickelt und angeboten werden. Darüber hinaus integrieren Schülerforschungszentren regionale Angebote Dritter, machen sie sichtbar und unterstützen sie. Die Thüringer Schülerforschungszentren werden koordiniert von der Stiftung für Technologie, Innovation und Forschung Thüringen (STIFT) und gemeinsam mit dem Thüringer Ministerium für Bildung, Jugend und Sport (TMBJS) und dem Thüringer Ministerium für Wirtschaft, Wissenschaft und Digitale Gesellschaft (TMWWDG) finanziert.

Die STIFT fördert seit ihrer Gründung 1993 selbstlos Wissenschaft, Forschung und Technologie. Als gemeinnützige, unabhängige Institution unterstützt sie Thüringer Akteure in Bildung, Forschung, Entwicklung, Innovation und Unternehmertum – von der kindlichen Neugier bis zum brillanten Forschergeist, von der innovativen Geschäftsidee bis zum erfolgreichen Technologieunternehmen. Um das Interesse und Talent für MINT*-Fächer (*Mathematik, Informatik, Natur¬wissenschaften und Technik) zu fördern, engagiert sich das Jungforscher-Netzwerk der STIFT bereits in Kindergärten und Grund-schulen. An Interessierte und Begabte der höheren Klassenstufen richten sich anspruchsvolle Angebote in den Schülerforschungszentren sowie die Jugend forscht Wettbewerbe. Damit umfasst das Angebotsportfolio der Schülerforschungszentren sowohl die Förderung in der Breite, als auch in der Leistungsspitze.